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Kick Ass 2: Zweites satirisches und hartes Abenteuer der Comichelden Kick Ass und Hit Girl, die mit Identitätsproblemen und der Rache eines durchgeknallten Gangstersohns konfrontiert werden.

Obwohl Kick Ass nach dem Training mit Hit Girl athletischer und damit tauglicher als Verbrechensbekämpfer wirkt, bleibt das Dream Team mit seiner Ausbilderin eine Illusion. Während Hit Girl auf Wunsch ihres Vormunds versucht, das Leben eines ganz normalen Teenagers zu führen, schließt sich Kick Ass der Superheldentruppe um Colonel Stars and Stripes an. Doch keiner ahnt, dass Kick Ass Erzfeind Red Mist unter neuem Namen seine Rache mit einer furchterregenden Söldnertruppe und tödlicher Skrupellosigkeit plant.

Kick Ass und Hit Girl werden mit Identitätsproblemen und der Rache eines durchgeknallten Gangstersohns konfrontiert. Zweites satirisches und hartes Abenteuer der Comichelden, basierend auf den Comics von Mark Millar.

Auch im zweiten Abenteuer von Mark Millars Comichelden duelliert sich ein locker satirischer Ton mit explosiver Härte.

Auch wenn Matthew Vaughns Vorgänger kommerziell nicht angemessen wahrgenommen wurde, bestätigte er doch den Kultcharakter von Millars Comic, der sich mit der Dualität zweier Welten, der imaginierten und realen, beschäftigt und sich in seinen provokativen Elementen auch als Ventil tabuisierter Fantasien und Ideen versteht.

Betroffen ist hier vor allem Hit Girl (erneut überzeugend: Chlo Moretz), die kontroverse Popkultur Ikone, die nach dem Tod des Vaters auf Wunsch ihres Vormunds das Leben eines ganz normalen Teenagers führen soll und sich damit einem unerträglichen Anpassungszwang unterwirft, der sie vorübergehend ins exotische Territorium von Teen Queens und Cheer Bitches führt. Nachdem der skrupellose Gangster aus dem Vorgänger von Kick Ass getötet wurde, sinnt dessen Sohn mit neuem Künstlernamen The Mother Fucker und einer furchterregenden Söldnertruppe auf Rache.

Gut eine Stunde lang werden die Handlungsfäden um diese drei Figuren in einem entspannt heiteren Ton entwickelt, bis mit einem brutalen Mord eine Zäsur erfolgt und Träumereien von Realitäten verdrängt werden. Obwohl die Verfilmung dabei längst nicht so weit geht wie die Vorlage, scheut 2 weder gewalttätige Sequenzen noch überraschende Abgänge, kehrt Hit Girl schließlich in den Actionmodus zurück und liefert sich mit einer russischen Steroid Titanin einen denkwürdigen Showdown, der die Welt von Pubertät und Schule doch als weniger grausam entlarvt. Vielleicht ein schwacher Trost für die Betroffenen, ganz sicher aber ein starker Ausklang eines Films,
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der Nerds und Außenseitern sehr unterhaltsam eine Chance auf Dominanz und Popularität suggeriert. kob.

Matthew Vaughns „Kick Ass“ nach einer gleichnamigen Comicreihe von Mark Millar gehörte zu den berraschungserfolgen des Jahres 2010. Die irrwitzige Geschichte rund um real life Super Heroes war einfallsreich, originell und mit viel Witz und Ironie perfekt umgesetzt. Da wundert es einen schon fast, dass bis zur Fortsetzung drei Jahre vergingen. Regisseur Vaughn („Stardust“, „X Men: First Class“) ist mittlerweile allerdings nicht mehr mit an Bord, sondern hat den Regiestuhl an Jeff Wadlow übergeben. Dieser geht mit „Kick Ass 2“ sein erstes großes Projekt an und muss sich sogleich auch für das Drehbuch verantworten.

Und das ist alles andere als gelungen. Trotz einiger netter Gags, strotzt die Fortsetzung nur so vor übertriebener Gewalt und schlichtweg unangebrachten Obszönitäten. Es ist ein schmaler Grat zwischen Exzellenz und peinlichem Desaster, doch Matthew Vaughn gelang dieses Manöver gut. Auch „Kick Ass“ war schon nichts für schwache Nerven und verlangte nach einem Verständnis für Ironie und übertriebenen Witz beim Publikum. Wadlows Fortsetzung hingegen ruft Unverständnis und Stirnrunzeln hervor. Obwohl die Stars des ersten Teils wieder mit dabei sind und mit Jim Carrey („Die Truman Show“, „Eternal Sunshine“) auch noch ein hochkarätiger Komödiant dazu kam, driftet der Film zusehends in Peinlichkeiten ab. Das fängt schon damit an, dass Bösewicht Chris D’Amica (Christopher Minz Plasse) sich jetzt nur noch schlicht „The Motherfucker“ nennt, und setzt sich mit „Hit Girl“ Mindys (Chloe Grace Moretz) Geschichte fort.

Dass Moretz seit dem ersten Teil zu Hollywoods neuem Liebling avanciert ist und mittlerweile aufgrund von Filmen wie „Carrie“ oder „Hugo“ große Bekanntheit erlangt hat, ist auch Regisseur Wadlow nicht entgangen. Also wurde „Hit Girls“ Rolle noch einmal ausgebaut, so dass ihre Präsenz im Film mit der von „Kick Ass“ durchaus gleichzusetzen ist. Immer wiederkehrende und unelegant gehandhabte sexuelle Anspielungen auf die immer noch kindlich wirkende Mindy wirken unangebracht und beschämend. Ganz zu schweigen von dem Gewaltpotential, das mittlerweile so hoch ist, dass es einem auch hier schwer fällt, noch darüber zu lachen.

Insgesamt ist „Kick Ass 2“ eine überflüssige Fortsetzung, die man sich hätte sparen können. Von der Originalität und dem Witz des ersten Teil ist so gut wie nichts geblieben. Fans werden enttäuscht sein.

Fazit: „Kick Ass 2“ kommt leider in keinster Weise an den Vorgänger heran. Von dem originellen Charme des ersten Teils ist hier nichts mehr zu finden, die Witze wirken peinlich und unbeholfen. Es wäre sicher besser gewesen, auf das Sequel zu verzichten, da es nur ein beschämendes Licht auf den ersten Teil wirft und Zuschauer enttäuscht zurücklassen wird. Nur die eingefleischtesten Fans werden sich über dieses Wiedersehen mit Mindy und Dave freuen.
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